Theater + Artist Talk Chor Einar Schleef Sprache

Fr. 11.01. 19:00->HAU Hebbel am Ufer (HAU1), Kreuzberg

Artist Talk zu 'Tarzan rettet Berlin'

Janina Audick, Martina Bosse, Brigitte Cuvelier und Christine Groß, langjährige Chorleiterin bei Einar Schleef, transferieren den besonderen “Schleefchor” in das Jahr 2019. Die Texte kooperieren mit Sprecher*innen aus dem Hier und Jetzt. Ein Chor, der sich jeder Zuschreibung und Etikettierung entzieht, als Bedingung der Zusammenkunft, als Sprachrohr und Ereignis. Das anschließende Gespräch mit Patrick Pimavesi lädt zur Diskussion ein.

1 „Denn im Fernsehen bekommst du keinen Chor unter. Deswegen finde ich ihn auch so interessant. Es ist das einzige Mittel, das allein Theater kann, alles andere kann Fernsehen auch. Wenn man Theater wieder als Zukunftsmedium behaupten möchte, muss man sich fragen, ob man Fernsehen machen möchte oder nicht. Und wenn man kein Fernsehen machen möchte, dann führt der Weg nur zum Chor.“ (Thomas Köck) Foto © Janina Audick.
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Mit seinem Begleitprogramm schafft das HAU Hebbel am Ufer Orte des Kennenlernens, bringt Wissen und Expertise aus unterschiedlichen Disziplinen und Sektoren zusammen und ermöglicht den Zuschauer*innen und Künstler*innen neue Sichtweisen über die eigene Perspektive hinaus. Mit den Artist Talks bietet das HAU Hebbel am Ufer eine Plattform für den offenen Diskurs und verknüpft künstlerische Positionen mit der Stadt und ihren Bewohner*innen und Akteur*innen. Am Artist Talk nehmen die Künstler*innen Janina Audick, Brigitte Cuvelier, Christine Groß, Chorist*innen und der Theaterwissenschaftler Patrick Primavesi teil.

Die Tickets für die Vorstellung von "Tarzan rettet Berlin" kosten 13,00 Euro (ermäßigt 10,00 Euro). Tickets an der HAU-Kasse im HAU2 oder online. Der Eintritt für Artist Talk ist frei. 

https://hebbel-am-ufer.reservix.de/p/reservix/event/1291954?_locale=de

Karten-Telefon: 030/ 25 90 04 27
Karten-Online: Karten online bestellen

wann: Fr. 11.01. 19:00

wo: HAU Hebbel am Ufer (HAU1)
Stresemannstr. 29, Kreuzberg, 10963 Berlin (Auf Stadtplan zeigen.)

Über den Veranstaltungsort

HAU Hebel am Ufer

Mit seinen drei Spielstätten HAU1, HAU2 und HAU3 präsentiert das HAU Hebbel am Ufer aktuelle künstlerische Positionen an der Schnittstelle von Tanz, Theater und Performance. Darüber hinaus sind Musik, Bildende Kunst und theoretische Diskursveranstaltungen feste Bestandteile des Programms. Das HAU1, das ehemalige Hebbel-Theater, gilt architektonisch als eines der schönsten Theater Berlins. Als 'aufregendstes Theater Deutschlands' (tip 02/2012) ist das HAU auch im internationalen Rahmen eine der wichtigsten und am weitesten vernetzten Bühnen. Internationale Kooproduktionen und Projekte der Berliner und (inter)nationalen Tanz- und Theaterszene werden hier entwickelt und gezeigt. Mit dem 'Tanz im August' richtet das HAU Hebbel am Ufer jährlich eines der renommiertesten Tanzfestivals Europas aus.

www.hebbel-am-ufer.de 

Über die Performance

Tarzan rettet Berlin

Ein Chorprojekt nach den Tagebüchern von Einar Schleef. 

Sprachgewaltig überprüft der Theatermacher Einar Schleef die eigene Sprache, denn Sprache heißt Mündigkeit, heißt Schuld, heißt Individualität. Ein Chor – indifferent in Geschlecht und Menge – durchpflügt das Gesprochene auf der Suche nach dem eigenen Identitätstransfer. In seinen Tagebüchern leistet Schleef Erinnerungsarbeit. Im Stakkato von Wort und Bewegung konstruiert und dekonstruiert sich eine neue Vielheit. Was ist, wenn die Identitätsbildung unterbleibt? Wenn Störung das Ziel ist? “Heute ist Sprechen. Ich habe nie so viel nachgedacht, warum der Körper mich quält, niederdrückt, wie das Sprechen in mir mich abwürgt. Jetzt kommen die Niederlagen. Ich bin kaum zu verstehen.” “Tarzan rettet Berlin” von Janina Audick, Martina Bosse, Brigitte Cuvelier und Christine Groß, langjährige Chorleiterin bei Einar Schleef, transferiert den Chor in das Jahr 2019. Diese kooperieren mit Sprecher­*innen aus dem Hier und Jetzt. Ein Chor, der sich jeder Zuschreibung und Etikettierung entzieht, als Bedingung der Zusammenkunft, als Sprachrohr und Ereignis.

Über die Künstler*innen

Janina Audick + Brigitte Cuvelier + Christine Groß

Janina Audick (1973 in Berlin) ist seid 1998 selbstständig als Kostüm- und Bühnenbildnerin an allen großen Theater- und Opernbühnen tätig. Mit Regisseuren wie René Pollesch, Herbert Fritsch, Karin Henkel, Meg Stuart, Studio Braun, Sebastian Baumgarten, Dieter Giesing erarbeitete sie Bühnenbilder und Inszenierungskonzepte. Als Ausstatterin wirkte sie bei Filmen von Christoph Schlingensief, Christine Groß, Tatjana Turanskyj, Irene von Alberti und Emily Atef mit. In ihren Bühnenbildern und Raumkonzepten werden feministische, surreale und popkulturelle Elemente und konstruktivistische Tendenzen in Bühnen und Bildkunst der 20er Jahre aufgegriffen und verarbeitet. Als Raumkonzeptionistin entwickelte Sie die Außen- und Innengestaltung des Theaters Hebbel am Ufer in Berlin (2014) und des Jungen Schauspielhauses Düsseldorf (2016). 

Brigitte Cuvelier wurde in Brüssel geboren und absolvierte dort ihre Ballettausbildung in »Conservatoire Royal de la Monnaie«. Sie tanzte mit dem »Ballet du XXème siècle - Maurice Béjart« und war u.a. in Frankfurt am Main, Amsterdam und Mannheim als Balletttänzerin tätig. Von 1990 bis 1999 war sie Darstellerin des »Choreographischen Theaters Johann Kresnik« zuerst in Bremen, dann an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin. Brigitte Cuvelier arbeitet seit 1999 mit verschiedenen Regisseuren als Schauspielerin zusammen, u.a. mit Lydia Bunk, Frank Castorf, Alexis Forestier, Herbert Fritsch, Ruedi Häusermann, Friedrich Lichtenstein, René Pollesch, Pamela Schlewinski und Christoph Schlingensief. 2009 gibt sie mit Christine Groß und Ute Schall ihr Filmdebüt. 

Christine Groß verbindet eine langjährige Zusammenarbeit mit Einar Schleef, so wirkte sie u. a. in dessen berühmten FAUST-Inszenierungen am Schauspiel Frankfurt und dem Schiller Theater Berlin mit. Seit 1999 arbeitet Christine Groß regelmäßig als Schauspielerin und Chorleiterin mit René Pollesch zusammen und wirkte mittlerweile bei über dreißig Inszenierungen von ihm mit. Außerdem arbeitete sie in den letzten Jahren bei Produktionen von Frank Castorf, Stefan Pucher, Karin Henkel und Sebastian Hartmann als Chorleiterin mit.

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