Theater + Publikumsgespräch Schaubühne am Halleschen Ufer Freiheit Emanzipation Perspektiven

Sa. 05.05. 20:00->VIERTE WELT KOLLABORATIONEN, Kreuzberg

Das Versprechen / Teil 1 von Freies Theater / Fünf Erinnerungen, wie es werden könnte

Freies Theater gibt es nicht, gab es nie und wird es nie geben. Oder? Zwei junge Absolventinnen der Royal Central School of Speech and Drama und Dirk Cieslak begeben sich in das Jahr 1970, um die Freiheit von damals auf deren Tauglichkeit heute zu überprüfen. Das anschließende Gespräch lädt Zuschauer*innen zum Mitüberprüfen ein.

1 Dies ist für mich ein programmatisches Foto. Im Freien Theater ist ein anderes Theater eingebaut. Ein künftiges Theater.2 Johanna Hasse, Regisseurin, Dramaturgin
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Zusammen mit 2 jungen Performer springt Dirk Cieslak zurück ins Jahr 1970, in die Schaubühne am Halleschen Ufer, wo „Die Mutter“ von Maxim Gorki – mit der legendären Therese Giehse in der Hauptrolle – gegeben wird. Zwei Zeitalter treffen zusammen: Jahrgang ´54 und´94. Vierzig Jahre liegen zwischen ihnen, und vielleicht sind 40 Jahre +/-Erfahrung genau die richtige Menge, um aus diesen zwei Perspektiven den Blick zurück nach vorn zu werfen. Emanzipation und Treue im Herbst 1970, verwandeln sich am Horizont des Theatertreffens 2018, das mit Faust einen Tag später eröffnet, in einen Schmetterling des Freien Theaters.

Die Tickets (3/7/11€) für die Vorstellung inkl. der kostenlosen Teilnahme an Publikumsgespräch können Sie nun auch direkt über Theaterscoutings reservieren! Schreiben Sie einfach eine Email mit der gewünschten Anzahl an Tickets an reservierung(at)theaterscoutings-berlin.de.

Natürlich sind auch spontane BesucherInnen herzlich willkommen, allerdings ohne Kartengarantie für die Vorstellung.

Ablauf:
20:00 Vorstellung

im Anschluss an die Vorstellung: Gespräch

Fragen? Die Personen mit den pinken Theaterscoutings-Buttons sind vor Ort für Sie da.

Karten-Telefon: 0157/ 88 44 09 41
Karten per E-Mail: karten(at)viertewelt.de

wann: Sa. 05.05. 20:00

wo: VIERTE WELT KOLLABORATIONEN
Adalbertstr.4, Galerie, Kreuzberg, 10999 Berlin (Auf Stadtplan zeigen.)

Über den Veranstaltungsort

Vierte Welt

Vierte Welt ist eine von Künstlern organisierte Produktionsplattform, performativer Denkraum,Schnittstelle von Diskurs&Kunst, Veranstaltungsort. Zentral ist die Entwicklung kollaborativer Praktiken. Der Austausch mit anderen Künstlern/ Formationen ist wesentlich. Zwischen Performances, politischen Plenen, Philosophie ist das verbindende Element eine neue Kultur der Verhandlung, die einen offenen Austausch ermöglicht.

www.viertewelt.de

Über den Abend

Das Versprechen / Teil 1 von Freies Theater / Fünf Erinnerungen, wie es werden könnte

Donnerstag, 5. Nov. 1970 / Schaubühne am Halleschen Ufer / Aufführung: Die Mutter von Maxim Gorki mit Therese Giese, Bruno Ganz, Jutta Lampe usw. / Regie: Schwiedrzik/ Steckel/ Stein. Ein 16jähriger Lehrling der Fernmeldetechnik sitzt 1970 in der ersten Reihe auf einer Turnhallenbank. Nur durch Vorzeigen einer Theaterkarte war es erlaubt, die 22Uhr Sperrstunde im katholischen Jugend-Wohnheim in der Argentinischen Allee in Zehlendorf zu überschreiten und der Tristesse des Vier-Bett-Zimmers und dem öden Gequatsche und Getue der Schicksals/Altersgenossen für kurz zu entkommen. Als heranwachsender Linksradikaler erschien die Schaubühne am Halleschen Ufer als ein fantastischer Ort. Das Programmheft, mit den fetten Lettern: 1. Lehren der Revolution 1905! Die ganze Situation war wie ein Versprechen auf eine egalitäre und gerechte Gesellschaft. Und es ist genau die “Situation”, die diese Empfindung erzeugt und sich an diesem Abend in das Gedächtnis und den Körper des jungen Mannes als ästhetische Erfahrung einschreibt. Es ist nicht das Spiel der Darsteller oder das Stück, sein Text oder die beigelegten Materialien zur Diskussion mit Beiträgen von Elmar Altvater, Steckel/Stein und Auszügen aus der Pekinger Volkszeitung vom 19. Nov. 196

Über den Regisseur

Dirk Cieslak

Dirk Cieslak studierte nach einer Handwerkerkarriere auf dem 2. Bildungsweg Sozialwissenschaft und Philosophie. 1989 geriet er an das Theater und gründete die Schauspielformation Lubricat in Breme. Er ist Mitbegründer der Sophiensæle. 2010 gründete er die Vierte Welt in Berlin.

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