Tanz + Gespräch internationale Kooperation Nähe Körper Utopie

Fr. 09.06.2017   20:30->HALLE TANZBÜHNE BERLIN , Prenzlauer Berg

Publikumsgespräch zu 'die einen, die anderen'

Inspiriert von Foucaults »Der utopische Körper«/ »Die Heterotopien« reflektieren cia. gira dança und cie. toula limnaios das Verhältnis von Körperbildern und Utopien sowie ihre Un-Abhängigkeit von einem Ort. Das anschließende Publikumsgespräch lädt zum Austausch mit Künstler*innen der beiden Ensembles ein.

1 Die Spuren, die körperliche Nähe, die Erinnerung an den Anderen... - Utopische stehen dem realen Körper gegenüber. Foto © Giacomo Corvaia2 Suzanne Muller-Jaeschke, Freie Dramaturgin und Kulturmanagerin
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14 Menschen erleben, wie man den Körper nicht nur als gesellschaftliches und ökonomisches Produkt von Idealen und Normen erfahren kann, sondern in seiner Einzigartigkeit und Individualität, und wie man der Selbstentfremdung Menschlichkeit, Leidenschaft, Leichtigkeit, Poesie und Liebe gegenüberstellt. Und wer wünscht sich in diesen Zeiten nicht Utopien? Die cia. gira dança, ein zeitgenössisches Tanzensemble mit behinderten und nichtbehinderten Menschen, ist eine gelebte Utopie: Ihr künstlerisches Ziel ist, das Universum des Tanzes durch ihre eigene Sprache zu erweitern, unter Verwendung eines Konzeptes des Körpers als differenziertes Werkzeug der Erfahrung.

Die Tickets (10/18€) für die Aufführung sind an der Theaterkasse erhältlich. Die Teilnahme an dem Gespräch ist kostenlos, zur besseren Planung freuen wir uns über Ihre Anmeldung unter reservierung(at)theaterscoutings-berlin.de.

Natürlich sind auch spontane BesucherInnen herzlich willkommen, allerdings ohne Kartengarantie für die Vorstellung.

Ablauf:

20:30 Vorstellung
im Anschluss an die Vorstellung: Gespräch
Fragen? Die Personen mit den pinken Theaterscoutings-Buttons sind vor Ort für Sie da.

Karten-Telefon: 030/ 440 44 292
Karten-Online: Karten online bestellen
Karten per E-Mail: ticket(at)halle-tanz-berlin.de

wann: Fr. 09.06.2017   20:30

wo: HALLE TANZBÜHNE BERLIN
Eberswalder Strasse 10-11, Prenzlauer Berg, 10437 Berlin (Auf Stadtplan zeigen.)

Über den Veranstaltungsort

HALLE TANZBÜHNE BERLIN

Die HALLE TANZBÜHNE BERLIN ist Produktionsort und Spielstätte der cie. toula limnaios und ihrer Gäste. 2000 gründeten die Choreographin Toula Limnaios und der Komponist Ralf R. Ollertz in dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude ihr Probenhaus, das seitdem auch zahlreichen anderen Künstlern als Arbeitsort dient. Seit 2003 ist die HALLE ein eigenfinanziertes Theater, das sich auch international zu einer ersten Adresse für zeitgenössischen Tanz etablierte. Die HALLE war von 2008 - 2012 Partner des Festivals Tanz im August und koproduzierte mit dem Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt/m, dem Musikteater Baltoppen, dem internationalen Tanzfestival Athen und den Bregenzer Festspielen. Das 1888 erbaute architektonische Kleinod wurde 2016 aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin technisch und infrastrukturell modernisiert.

www.halle-tanz-berlin.de  

 

 

Über das Tanzstück

die einen, die anderen

Das Stück, das in Brasilien und Berlin erarbeitet wird, ist eine Reflexion über das Körper-Bild. Jeder Mensch hat und wird einen Körper haben, aber gleichzeitig ändert sich seine Vorstellung mit der Zeit, in der wir leben. Er ist Ausgangspunkt zur Welt und verbindet uns mit ihr. Zugleich ist er Ort der Sehnsucht, des Begehrens und der Phantasie, aber auch Quelle des Utopischen, das den Blick auf seine gnadenlose Realität und Vergänglichkeit spiegelt. Konzipiert als Diptychon, tanzt jeweils eine Compagnie, wobei die Abwesenden in einer Videoprojektion präsent sein werden. So wird die Anwesenheit der Abwesenheit spürbar inszeniert und ein utopischer steht dem realen Körper gegenüber.

 

 

Über die Ensembles

cie. toula limnaios // cia. gira dança

Die cie. toula limnaios wurde 1996 von der Choreographin Toula Limnaios und dem Komponisten Ralf R. Ollertz gegründet. Seit 2014 institutionell gefördert, leistet sie kontinuierliche künstlerische Arbeit und gehört heute zu einem der erfolgreichsten Ensembles für zeitgenössischen Tanz. Sie ist als Vertreterin der deutschen Tanzszene weltweit unterwegs. Die choreografische Arbeitsweise der Compagnie strebt die Durchdrungenheit von Bewegung an, um einen persönlichen, emotionalen Kern zum Leuchten zu bringen. Sie präsentiert Tanz, der sich wach, kritisch und mutig um die Menschen bemüht, von und für Menschen gemacht.

www.toula.de  

Die cia. gira dança ist ein 2005 in Natal von Anderson Leão und Roberto Morais gegründetes Ensemble für zeitgenössischen Tanz. Ein künstlerisches und gelungenes soziales Experiment mit behinderten und nichtbehinderten Menschen. Ihre Stücke brechen mit Vorurteilen und vorher festgelegten Grenzen. Allen Produktionen gemein ist die Suche nach einer Ästhetik, die sowohl die besondere Unterschiedlichkeit der teilnehmenden Personen als auch deren Gemeinsamkeiten zum Ausdruck bringt. 

www.giradanca.com 

 

 

 

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