Tanz + Audiodeskreption mit Tastführung Wahrnehmung Zugänglichkeit sensorisches Erleben

Do. 18.07.2019   19:30
Fr. 19.07.2019   19:30
Sa. 20.07.2019   19:30
So. 21.07.2019   19:30
->Uferstudios, Wedding

Audiodeskription mit Tastführung zu '(in)Visible'

In Zusammenarbeit mit blinden und seheingeschränkten Personen entstand eine Performance, die ihren Fokus auf den Zugang zur (Tanz-) Kultur für ein visuell eingeschränktes Publikum legt. Experimenteller Tanz und Performance werden mit sensorischer Zugangspraxis in ein vielschichtiges und berührendes Zusammenspiel gebracht und die Bühnenvorgänge den blinden und sehbehinderten Menschen wahrnehmbar gemacht.

1 "(in)Visible" wird von sechs blinden, seheingeschränkten und sehenden, körperbasierten Tänzer*innen performt, die sich durch tanzen, singen, wispern und fühlen einen Weg in die Wahrnehmung des Publikums bahnen. Foto © Robbie Sweeny
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Die Künstler*innen zeigen die Unterschiede zwischen der Art und Weise, wie nicht-sehende und sehende Menschen eine Performance (oder die Welt) erleben und wie unsere fragmentierten Empfindungen zu ganzen Wahrnehmungen zusammenfließen. Eine Audiobeschreibung sowie weitere nicht-visuelle Zugangsmöglichkeiten, z.B. unkonventionelle Bestuhlung und den Vorstellungen vorangehende Tastführungen, sog. Haptic Access Tours, werden in die Performance eingebettet, um blinden und seheingeschränkten Menschen den Zugang zum Bühnengeschehen zu öffnen.

Die Tickets (10/15€) für die Aufführung sind an der Theaterkasse erhältlich. Die Teilnahme an der Tastführung ist kostenlos.

Die Tastführungen finden 60 min. vor Vorstellungsbeginn statt. Es wird um Anmeldung unter produktion(at)tanzfabrik-berlin.de gebeten.


Ablauf:


19:30 Tastführung
20:30 Vorstellung mit Audiodeskription

 

 

Karten-Telefon: (030) 20059270
Karten-Online: Karten online bestellen

wann: Do. 18.07.2019   19:30
Fr. 19.07.2019   19:30
Sa. 20.07.2019   19:30
So. 21.07.2019   19:30

wo: Uferstudios
Badstr. 41a , Wedding, 13357 Berlin (Auf Stadtplan zeigen.)

Über den Veranstaltungsort

Uferstudios

Die Uferstudios in den Uferhallen sind ein Kultur- und Veranstaltungsort für zeitgenössischen Tanz in Berlin. In den Räumen der Uferstudios stehen 14 Studios und Künstlerateliers internationalen Choreografen, Tänzern und anderen darstellenden Künstlern sowohl für Produktion und Ausbildung als auch für öffentliche Aufführungen zur Verfügung. Das denkmalgeschützte Klinkersteinbäude wurde 1928 im Stil der Neuen Sachlichkeit mit expressiven Motiven nach Plänen des Architekten Jean Krämer errichtet- Zwischen 1873 und 2007 wurde das Gelände durch die Berliner Verkehrsbetriebe und ihre Vorgängerunternehmen als Betriebshof für die Pferdeeisenbahn und die Straßenbahn genutzt.  

www.uferstudios.com  

Über die Performance

(in)Visible

"(in)Visible" wird von sechs blinden, seheingeschränkten und sehenden, körperbasierten Tänzer*innen performt, die sich durch tanzen, singen, wispern und fühlen einen Weg in die Wahrnehmung des Publikums bahnen.
"(in)Visible" vertieft Curtis' innovative Erforschung der Ästhetik von Zugangspraktiken wie Audiodeskription und Gebärdensprache als Quellen sowohl für formale Innovationen als auch für den interkulturellen Dialog. »(in)Visible« wird die Phänomenologie der sensorischen Differenz als einen einzigartigen Filter in Gang setzen, durch den wir die verschiedenen Arten, wie jeder von uns einander und die Welt erlebt, aufdecken und artikulieren können.

Über die Performer*innen und den Choreograf

Jess Curtis

Jess Curtis (Choreograf, Performer) hat in den letzten 25 Jahren eine Vielfalt an charakteristischen Produktionen geschaffen, die sich zwischen den Extremen der Undergroundszene in San Francisco, der kultivierten Überschwänglichkeit europäischer Theater und französischer Zirkuszelte bewegen.

Curtis' Choreografie wurde weithin für seine Exzellenz, Originalität und Zugänglichkeit anerkannt; 2011 wurde er mit dem Alpert Award for Choreography und dem Homer Avila Award für Innovationen im inklusiven Tanz ausgezeichnet. Darüber hinaus wurde seine Company Gravity mit sechs Isadora Duncan Dance Awards und einem "Fringe First" beim Edinburgh Fringe Festival ausgezeichnet.

Seine Arbeiten beschäftigen sich konsequent mit Fragen der verkörperten Vielfalt, einschließlich Gender, Sexualität und Behinderung, wobei sie überzeugende Argumente für den gesellschaftlichen Wert liefern. Zuletzt The Way You Look (at me) Tonight (2016), ein Duett von Curtis und der Künstlerin Claire Cunningham in Zusammenarbeit mit dem Philosophen Alva Noë.

Zu den Performer*innen gehören die blinde Schauspielerin/ Aktivistin Tiffany Taylor, die blinde Schauspielerin/ Tänzerin Sophia Neises, die Künstlerin Xenia Taniko Dwertmann, die Tänzer Sherwood Chen, Gabriel Christian und Rachael Dichter. Der Komponist Samuel Hertz wird die Musik für das Stück kreieren, Michiel Keuper gestaltet Bühne und Kostüme, Gretchen Blegen wird das Lichtdesign kreieren. Beratung für sog. Extra Visual Access bieten die blinde Professorin der Disability Studies Georgina Kleege, der Wahrnehmungsphilosoph Alva Noë, und der blinde Berliner Künstler und Kritiker Gerald Pirner.

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