Performance + wissenschaftliche Modelle + Diskussion Experiment Theorie Praxis

So. 04.02.2018   17:00->Sophiensæle, Mitte

Diskussion im Rahmen von 'Some Significance'

Ein Spagat zwischen Kunst und Wissenschaft, der herausfordert, was wir aufgrund wissenschaftlicher Modelle (zu) wissen (glauben). Vor dem Stück diskutieren der Physiker Alexander Carmele, Eva Meyer-Keller und Constanze Schellow über die Spielräume und Grenzen physikalischer Praxis.

1 Foto © Eva Meyer-Keller
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Wird hinter den Türen von Laboren Wissen gefunden oder erfunden? Welche vergessenen Geschichten erzählen die konkreten Experimente, ohne die es die machtvollen naturwissenschaftlichen Modelle, die unser Denken und Handeln strukturieren, gar nicht gäbe? Und warum haben Physiker ein solches Faible für Symmetrie? Der Physiker Alexander Carmele diskutiert mit Eva Meyer-Keller und Constanze Schellow über die Spielräume und Grenzen physikalischer Praxis. Gäste Alexander Carmele, Eva Meyer-Keller, Constanze Schellow.

Die Tickets (13/8€) für die Vorstellung sind an der Theaterkasse erhältlich. Die Teilnahme an der Diskussion ist kostenlos.

 

Karten-Telefon: 030/ 28 35 26 6

wann: So. 04.02.2018   17:00

wo: Sophiensæle
Sophienstraße 18, Mitte, 10178 Berlin (Auf Stadtplan zeigen.)

Über den Veranstaltungsort

Sophiensæle

Die Sophiensæle sind einer der wichtigsten Produktions- und Spielorte für freies Theater im deutschsprachigen Raum. KünstlerInnen aus der Berliner, sowie aus der nationalen und internationalen Szene werden aufgrund ihrer künstlerischen Konzepte, Fragestellungen und Arbeitsansätze eingeladen, ihre Arbeiten hier zu produzieren und zu präsentieren. Theater, Tanz, Performance, Musik, Bildende Kunst und diskursive Formate ergänzen sich gleichberechtigt im Programm und treten in einen produktiven Dialog. 

www.sophiensaele.com     

Über die Performance

Some Significance

Atome, Elektronen oder die DNA-Doppelhelix - naturwissenschaftliche Modelle prägen, wie wir die Welt sehen. Modelle besetzen die Grenze zwischen Wissen und Nicht-Wissen, Erkenntnis und Imagination. Wir (er)finden sie wie kleine und große Erzählungen, um etwas zuvor Unerklärliches zu veranschaulichen. In "Some Significance" macht Eva Meyer-Keller die Bühne zum Modellbau-Atelier und experimentiert mit Möglichkeiten, das, was wir (glauben zu) wissen, einer Um-/Unordnung zu unterziehen: Das planetarische Atommodell wirbelt in Form von Feinstrümpfen, Äpfeln und Frauenkörpern durch den Raum. Das Materielle und Körperliche hinter der Abstraktion wird freigelegt. Denn anders als das Modell ist das Experiment kein steriler, abstrakter Raum, sondern ein materieller Ort der Behauptung, der Erwartung und des Risikos.

Über die Künstler*in

Eva Meyer-Keller

Eva Meyer-Keller arbeitet an der Schnittstelle von Perfomance und bildender Kunst. Dabei verwendet sie Objekte aus ihrem direkten Umfeld: Dinge, die sie zu Hause findet, im Supermarkt oder im Geräteschuppen. Ihre Arbeiten zeichnen sich infolgedessen mit einer obszessiven, häuslichen Ästhetik aus. Meyer-Keller entwickelt Soloprojekte sowie Kollaborationen mit anderen Künstlern wie Uta Eisenreich, Sybille Müller und Kate McIntosh. Sie arbeitete außerdem als Performerin oder Dramaturgin, u.a. mit Baktruppen, Jérôme Bel, Christine De Smedt/les Ballets C de la B (9x9), Juan Dominguez, Kate McIntosh und Agnes-Meyer-Brandis. Seit 2010 ist sie als Dozentin in verschiedenen Programmen in ganz Europa tätig: an der HZT/UdK in Berlin, am DOCH in Stockholm und der ZHdk in Zürich. Eine Gastprofessur erhielt sie 2013/2014 an der Universität Hildesheim. In den Sophiensælen zeigten sie und Uta Eisenreich ihre Performance Things On A Table (2017).

evamk.de

 

 

 

 

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