Theater + außergewöhnliches Austauschformat Solo Gerechtigkeit Kafka Verantwortung

Sa. 14.10.2017   20:00->Brotfabrik, Pankow

FÄLLT AUS: 'Retrospektive Improvisation' zu 'In der Strafkolonie'

Eine Forschungsreisende findet sich in einer Strafkolonie wieder und wird gebeten der Exekution eines Soldaten beizuwohnen. Welche Verantwortung ergreifen wir? Nach der Vorstellung lädt Alisa Tretau die Zuschauer*innen ein, in die Rolle der Theatermacher*innen einzutauchen und anschließend mit der Schauspielerin Stefanie Steffen und dem Regisseur Jens Heuwinkel ins Gespräch zu kommen.

1 "... Wenn sie diese Exekution verurteilen oder gar hintertreiben wollte, konnte man ihr sagen: Du bist eine Fremde, sei still."2 Alisa Tretau, freie Dramaturgin und Produktionsleiterin
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Retrospektive Improvisation - wie haben wir das gemacht? Mit Hilfe drei einfacher Regeln verwandelt sich die Zuschauer*innen in die Theatermacher*innen des Abends. Nun kann, im fliegenden Wechsel zwischen Podium und Publikum, retrospektiv und improvisiert diskutiert werden: Wie verlief die Probenzeit, warum wurden Entscheidungen gefällt? Hat das Projekt die Gesellschaft verändert, wurde eine neue Ästhetik erfunden? Kollektiv wird sich das Gesehene angeeignet und spekulativ weiterentwickelt.

Die Tickets (9/13,50€) für die Vorstellung inkl. der kostenlosen Teilnahme am Format "Retrospektive Improvisation" können Sie auch direkt über Theaterscoutings reservieren! Schreiben Sie einfach (bis einen Tag vor der Vorstellung) eine Email mit der gewünschten Anzahl an Tickets an reservierung(at)theaterscoutings-berlin.de 
Natürlich sind auch spontane BesucherInnen herzlich willkommen, allerdings ohne Kartengarantie für die Vorstellung. 

Ablauf: 

20:00 Vorstellung

im Anschluss an die Vorstellung: 'Retrospektive Improvisation'

Fragen? Die Personen mit den pinken Theaterscoutings-Buttons sind vor Ort für Sie da. 

Karten-Telefon: 030/ 47 14 001
Karten per E-Mail: karten(at)brotfabrik-berlin.de

wann: Sa. 14.10.2017   20:00

wo: Brotfabrik
Caligariplatz 1, Pankow, 13086 Berlin (Auf Stadtplan zeigen.)

Über den Veranstaltungsort

Die Brotfabrik

Die Brotfabrik Bühne in Berlin-Weißensee ist eine Off-Theater Spielstätte für Gastspiele und Koproduktionen aus der Freien Szene Berlins sowie nationale und internationale Gruppen. Den Spielplan mit rund 300 Aufführungen im Jahr prägen eine Vielzahl künstlerischer Handschriften und Genres wie Schauspiel, Performance, Tanztheater, Musiktheater, Improvisation, Figuren- und Objekttheater. Neben etablierten Theatermacher*innen treten auf der Bühne mit 40-80 Plätzen regelmäßig junge Künstler*innen und Gruppen auf. Theaterproduktionen für Kinder sind ein weiterer Schwerpunkt des Spielplans.

www.brotfabrik-berlin.de

Über das Stück

In der Strafkolonie

Eine Forschungsreisende findet sich in einer Strafkolonie wieder und wird gebeten der Exekution eines Soldaten beizuwohnen, der wegen Ungehorsam und Beleidigung des Vorgesetzten verurteilt worden war. Eine fein ausgetüftelte Maschine führt zu Frage über Recht und Unrecht und die dünne Schicht dessen, was wir Zivilisation nennen. Welche Verantwortung ergreifen wir? Und wie vertreten wir die Werte, mit denen wir unser Mensch-Sein begründen?

"Die Reisende überlegte: Es ist immer bedenklich, in fremde Verhältnisse entscheidend einzugreifen. Sie war weder Bürgerin der Strafkolonie, noch Bürgerin des Staates, dem sie angehörte. Wenn sie diese Exekution verurteilen oder gar hintertreiben wollte, konnte man ihr sagen: Du bist eine Fremde, sei still."

Über den Regisseur

Jens Heuwinkel

Jens Heuwinkel studierte Theaterregie am Drama Centre London. Nach dem Studium und ersten Inszenierungen in London arbeitete er als Regieassistent an der Landesbühne Nord in Wilhelmshaven und am Hans Otto Theater Potsdam. Mit Petra Wüllenwebers „Am Horizont“ brachte er 2011 seine erste eigene Inszenierung am Hans Otto Theater heraus und arbeitete seitdem als freier Regisseur, unter anderem erneut in Potsdam, an der „Bühne“ in Dresden, der Brotfabrik Berlin und den Uckermärkischen Bühnen Schwedt. In den Spielzeiten 2013/14 und 2014/15 war er als Regisseur und Dramaturg am Landestheater Dinkelsbühl engagiert. Hier führte er Regie bei Edzard Schoppmanns „MarlenePiaf“, „Crazy“ von Benjamin Lebert und „Die Leiden des jungen Werther“. 

www.jens-heuwinkel.de

 

 

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