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- Performance + Artisttalk
- Brecht
- Verhör
- Exilerfahrung
- Mi., 18.03.2026, 19:00
Artist Talk zu 'Four Walls and a Roof'
Lina Majdalanie und Rabih Mroué greifen Brechts Verhör im Jahr 1947 durch das HUAC, dem “Komitee für unamerikanische Umtriebe”, auf und verweben es mit ihren eigenen Erfahrungen im Exil. Das Publikum ist eingeladen zum anschließenden Artist Talk zu bleiben.
- 1Foto © Christophe Berlet.
Mit Witz und Schärfe hinterfragen sie politische Narrative und fordern zum kritischen Denken heraus. Im Anschluss an die Vorstellung wird ein Artist Talk mit Lina Majdalanie und Rabih Mroué stattfinden. Moderiert wird das Gespräch von Dr. Azadeh Sharifi.
Tickets: 22,00€ / (17,00€) / (13,00€), ermäßigt ab 9,00€
Dauer: ca. 100 Min.
Karten-Online: Karten online bestellen
- Mi., 18.03.2026, 19:00
Über den Veranstaltungsort
HAU Hebbel am Ufer
Das HAU Hebbel am Ufer mit seinen drei Häusern HAU1, HAU2 und HAU3 und der digitalen Bühne HAU4 steht für aktuelle künstlerische Positionen an der Schnittstelle von Theater, Tanz und Performance. Darüber hinaus sind Musik, Bildende Kunst und Theorie feste Bestandteile des vielseitigen Programms.
Über das Stück
Four Walls and a Roof
1947 wurde Bertolt Brecht im Exil in den USA vom HUAC, dem "Komitee für unamerikanische Umtriebe", verhört - ein Ereignis, das er mit seiner exzellenten Rhetorik in eine Theaterszene verwandelte. Das libanesische Künstler*innenduo Lina Majdalanie und Rabih Mroué knüpft in 'Four Walls and a Roof' an dieses denkwürdige Verhör an und verbindet es mit eigenen Exilerfahrungen. Mit kritischem Humor und kreativen Abschweifungen verweben sie historische Dokumente mit persönlichen Elementen, um aktuelle politische und soziale Konflikte sowie ideologische Irrwege zu beleuchten - stets ankämpfend gegen vorgefertigte Meinungen und Urteile. "Es ist ganz viel feiner Witz und Poesie in diesem Abend, der mir aus 2025 am stärksten in Erinnerung geblieben ist", sagt Susanne Burkhardt im Theaterpodcast von DLF Kultur und Nachtkritik.
Über die Mitwirkenden
Lina Majdalanie und Rabih Mroué
Das libanesische Künstler*innenduo Lina Majdalanie und Rabih Mroué schafft seit vielen Jahren mit dem Überschreiben, Variieren und Modulieren zeitgeschichtlicher Dokumente inspirierende und international gefragte Theaterabende. Rabih Mroué (*1967, Beirut, Libanon) lebt in Berlin, ist Regisseur, Schauspieler, bildender Kunstler und Autor. Vom Theater kommend, beinhalten seine Arbeiten Video und Installationen. Er ist Mitherausgeber der Zeitschrift The Drama Review/TDR (New York) und Mitbegründer des Beirut Art Center (BAC). Lina Majdalanie, geboren in Beirut (Libanon), arbeitet als Schauspielerin und als Regisseurin und Autorin. Sie entwickelte zahlreiche Produktionen, darunter u.a. “Biokhraphia” (2002), “Photoromance” (2009) und den Film “I had a dream, mom” (2006). Majdalanie fragt in ihren Arbeiten nach Formen politischer Sprache in Zeiten der Globalisierung und der digitalen Technologie. Sie kuratierte das Programm “Beyond Beirut” am Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt am Main 2016.