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  • Kunst- und Diskursreihe über künstlerische Erzählweisen kollektiver und individueller Wunden
  • Sa., 22.06.2024, 15:00
–> VIERTE WELT KOLLABORATIONEN
Kreuzberg

Kunst- und Diskursreihe zu 'Backlashes: erhöhte, rechte Alltagspräsenz' im Rahmen von 'On(going) Trauma'

In der Reihe 'On(going) Trauma' öffnen die Künstlerin Elisa Müller und die Kunstwissenschaftlerin Anna-Lena Werner einen Raum der Begegnung, um gemeinsam mit allen Anwesenden über künstlerische Strategien im Umgang mit verschiedenen Formen der Gewalt ins Gespräch zu kommen.

Alle Teilnehmer*innen sind eingeladen, im gemeinsamen Gespräch künstlerische Praktiken mit ihren inneren Haltungen, Utopien, Ästhetiken zu erkunden und nach Nahbarkeiten zu suchen. In dem Bewusstsein, dass das Sprechen über Gewalt nicht zuletzt durch unterschiedliche Betroffenheiten schwierig ist, versucht die Reihe solidarische Verbindungslinien zwischen den Teilnehmer*innen zu ermöglichen. Je Veranstaltung gewähren vier Künstler*innen Einblicke in ihre Arbeit, in Form von Film- und Fotoscreenings, Lesungen und Performances und beteiligen sich an der gemeinsamen, künstlerisch-diskursiven Forschung, um versteckte Prozesse sichtbar zu machen, die unter der Oberfläche persönlicher, sozialer und politischer Gefüge wirken.

Tickets: Eintritt frei, Anmeldung erbeten über karten(at)viertewelt.de

Uhrzeit: 15.00 - 19.30

In englischer Lautsprache. 

Mehr Infos: www.viertewelt.de; www.institut-wip.de;

Karten-Telefon: 0157/ 88 44 09 41
Karten per E-Mail: karten(at)viertewelt.de
wann:
  • Sa., 22.06.2024, 15:00
wo: VIERTE WELT KOLLABORATIONEN, Adalbertstr.4, Galerie, Kreuzberg, 10999 Berlin (Auf Stadtplan zeigen.)

Über den Veranstaltungsort

VIERTE WELT KOLLABORATIONEN

Die VIERTE WELT KOLLABORATIONEN sind ein Prototyp für eine neue kulturelle Praxis, die Philosophie und Politik, Performance und Diskurs zusammen denkt und handhabbar macht. Die Vierte Welt ist ein ein offener Raum, eine Einladung zum freien Denken.Seit drei Jahren machen wir im Zentrum Kreuzberg, direkt am Kottbusser Tor, in unserem eigenen Veranstaltungsraum politisches Diskurstheater. Im Zentrum der Produktionsweise steht der kollaborative Ansatz, die immer breitere Verbindung von Akteuren und Herangehensweisen. In einem offenen Prozess emanzipieren wir uns vom Event-Modell und schaffen eine neue Qualität greifbarer Diskurse. Zwischen Performances, politischen Plenen, Philosophengesprächen und Ausstellungen steht als verbindendes Element die Aufgabe, eine neue Kultur der Verhandlung zu erlernen, die Fragen aufwirft und einen offenen Austausch ermöglicht.

http://www.viertewelt.de

Über die Reihe

Backlashes: erhöhte rechte Alltagspräsenz

Im Juni entsteht in der gemeinsamen Arbeit mit Hai Anh Trieu ein Austauschformat als Reaktion auf den Anstieg rechter Alltagspräsenz, politischer Macht und Gewalt. Hai Anh Trieu und Elisa Müller laden dazu verschiedene Künstler*innnen und Aktivist*innen ein, um über ihre Wahrnehmung der Situation zu sprechen und mit uns zu teilen, wie das ihre  Praxis beeinflußt. Welche Ressourcen stehen oder stehen uns gerade nicht zur Verfügung- in einer Zeit in der überall, auch in der Kunst- und Kulturförderung, die finanziellen Mittel gekürzt werden? Wie kann eine fruchtbare Allyschaft unter den verschiedenen Communities aussehen? Welche Aktionen planen wir und welche Zukunftsängste oder Hoffnungen hegen wir? Was liegt uns am Herzen? Wie können wir uns gegen Instrumentalisierungsbestrebungen zur Wehr setzen und uns gegenseitig beschützen? Wir wollen versuchen, solidarische Verbindungslinien zu ziehen. Dabei verstehen wir den Austausch und das Vernetzen selbst als widerständige Praxis.

Über die Mitwirkenden

Elisa Müller & Team

Elisa Müller studierte Schauspiel und Theaterwissenschaft. Sie arbeitet als Performerin, Regisseurin, Kuratorin und Dozentin. In ihrer künstlerischen und kuratorischen Praxis interessiert sie sich für nicht bzw. schwer zu bewältigende Szenarien, Strukturen der Ohnmacht und Zusammenhänge, die uns bedrohen und beunruhigen, so zum Bespiel Weltuntergangsszenarien im Zusammenhang mit der Klimakatastrophe, oder die Wiederkehr von traumatischen Vergangenheiten im Zusammenhang mit gegenwärtigen faschistischen Bedrohungen. Seit 2014 Arbeit unter dem Label Institut für Widerstand im Postfordismus, zuvor gründete sie 2008 das Theaterlabel müller*****.

Konzept/Organisation Hai Anh Trieu und Elisa Müller

Critical Friend Zwoisy Mears-Clarke

von und mit (künstlerischen und aktivistischen) Beiträgen von Anujah Fernando, Dominique Haensell, Luce deLire, Pham Minh Duc, Zwoisy Mears-Clarke

Awarness Mine Pleasure Bouvar