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- Biografisch-dokumentarische Theaterperformance + Publikumsgespräch
- sexualisierte Gewalt im Sport
- Kinderschutz
- Gewaltberatung
- Sportpsychologie
- Do., 05.03.2026, 20:00
Publikumsgespräch zu 'Die andere Seite der Medaille'
Die andere Seite der Medaille' ist eine biografisch-dokumentarische Theaterperformance, die die wahren Geschichten von Personen erzählt, die sexualisierte Gewalt im Sport erlebt haben. Aus ihren Interviewstimmen, Elementen des Physical Theaters, Sound und Spiel entsteht ein Abend, der sich die zugrunde liegenden Strukturen anschaut und die Frage nach Verantwortung in anschließenden Publikumsgesprächen mit Personen aus dem kreativen Stückentwicklungsteam sowie Expert*innen aus dem Bereich Kinderschutz, Sportpsychologie, Sport oder Gewaltberatung diskutiert.
- 1Foto ©Róbert Sági, Design ©Chiara von Galli. Wenn dir als Kind nicht geholfen wird, dann lernst du zu schweigen.
Moderiert durch die Projektleitung Nadine Kösters (Schauspielerin und Psychologin) wird im Publikumsgespräch zum einen der Entstehungsprozess der kollektiven Stückentwicklung beleuchtet. Personen aus dem Kreativteam beantworten Fragen zur Regiearbeit, zur Figurenentwicklung oder zu den Gedanken hinter Kostüm und Bühnenbild. Zum anderen werden mit Expert*innen aus dem Bereich Kinderschutz, Sportpsychologie, Sport oder Gewaltberatung die in der Inszenierung aufgeworfenen Fragen diskutiert: Wie spreche ich mit meinem Kind über "so etwas"? Welche Veränderungen sind notwendig, damit Geschichten sexualisierter Gewalt aufhören? Welche Möglichkeiten und welche Verantwortung hat jede*r Einzelne? Wie kann ein System, das auf Leistung aufbaut und dem internationalen Konkurrenzdruck standhalten muss, den Schutz von Kindern und Jugendlichen in den Blick nehmen?
Tickets: 15€; 10€ ermäßigt
Karten-Online: Karten online bestellen
Karten per E-Mail: ticket(at)ballhausprinzenallee.de
- Do., 05.03.2026, 20:00
Über den Veranstaltungsort
Ballhaus Prinzenallee
Das Ballhaus Prinzenallee ist ein internationaler politischer Kulturort im Wedding der den spaltenden Tendenzen in der Gesellschaft mit forschendem Blick entgegentritt. Mit unserem Programm beabsichtigen wir, einen gastfreundlichen Begegnungsort für unser Publikum zu schaffen – einen Ort, der Horizonterweiterung nicht nur frontal, sondern auch im zwischenmenschlichen Austausch ermöglicht.
Über das Stück
Die andere Seite der Medaille
Sport gehört zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten von Kindern und Jugendlichen. Sport steht für Stärke und Disziplin. Für Erfolgsgeschichten, Gesundheit, Teamgeist. Doch hinter dieser glänzenden Oberfläche existiert eine Realität, über die kaum jemand spricht: Mehr als jede dritte Person erlebt im Kontext Sport sexualisierte Gewalt. Der dokumentarisch-performative Theaterabend 'Die andere Seite der Medaille' bricht genau dieses Schweigen. Mithilfe von biografischen Interviewtexten, O-Tönen, Bewegungssequenzen, Tanz und Sound wird ein Raum geschaffen, der Betroffenen eine Stimme gibt und ihre Geschichten erzählt. Ein Abend über Verletzung und Kraft, über Ohnmacht und Hoffnung, über Verlust und Sieg. Dabei geht es nicht um Einzelfälle, nicht um Taten, nicht um Reproduktion von Gewalt. Es geht um den Blick auf das, was dahinter liegt: Um Strukturen, die Täter:innen schützen und Betroffene zum Schweigen bringen. Um Reaktionen des Umfelds, das allzu oft wegschaut. Es geht um unsere Verantwortung. Und um die Frage, wie ein System verändern können, indem wir anfangen, darüber zu sprechen. Denn es wurde genug geschwiegen!
Über die Mitwirkenden
Nadine Kösters & Team
'Die andere Seite der Medaille' ist eine kollektive Stückentwicklung nach einer Idee von Nadine Kösters. Kösters arbeitet als Schauspielerin, Psychologin und Theatermacherin. Ihre künstlerische Praxis verbindet dokumentarische Recherche mit körperlich-performativen Formen. 'Die andere Seite der Medaille' ist ihr erstes eigenes abendfüllendes Projekt und entsteht aus der kollektiven Arbeit mit Lisa Mader (Regie, Text), Franziska Plüschke (Choreografie, Physical Theater), Felix Breuel (Musik, Sounddesign), Chiara von Galli (Schauspiel), Julia Höhfeld (Schauspiel), Tanja Watoro (Schauspiel), Karoline Stegemann (Dramaturgie) und Anna Scholz (Kostüm, Bühnenbild).