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- interaktives Theater + Publikumsgespräch
- Sci-Fi-Satire
- Elon Musk
- Leben auf dem Mars
- Sa., 21.03.2026, 19:00
Publikumsgespräch zu 'MUSK ON MARS'
Elon Musk hat seinen Traum wahr gemacht und landet als erster Mensch auf dem Mars. Doch anstelle den Planeten nach seinen Wünschen terraformen zu können, landet er vor dem marsianischen Einwanderungsgericht. Das Publikum kann nicht nur über das Bleiberecht von Musk entscheiden, sondern im Anschluss auch noch im Publikumsgespräch sich weiter austauschen.
- 1Foto © Alisa Tretau.
Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Publikumsgespräch mit Regie und Spielerin statt, das die im Stück verhandelten Themen vertieft und zur gemeinsamen Reflexion einlädt. Ausgangspunkt sind die interaktiven Elemente der Inszenierung: Wie kann das Publikum aktiv werden, ohne ausgestellt zu werden? Im Gespräch geht es u.a. um autoritäre vs. kollektive Freiheitsvorstellungen, Macht und Verantwortung von Tech-Eliten, um Kolonialismusfantasien im All und um die Parallelen zwischen Science-Fiction, Gegenwartspolitik und realen ökologischen und sozialen Krisen. Wie können diese schweren Themen mit Humor verhandelt werden? Diskutiert wird auch, wie Theater als Raum für kollektive Entscheidung, Ambivalenz und Widerspruch funktionieren kann: Was heißt es, gemeinsam zu urteilen? Wo liegen die Grenzen von Lösungen? Und welche Gefühle – Wut, Ohnmacht, Lust an der Macht, Hoffnung – werden im Spiel freigesetzt? Das Gespräch bietet Raum für Fragen, Kritik und Austausch über das Erlebte.
Tickets: 16,50, ermäßig 12 €
Dauer: 75min (ohne Pause)
Karten-Online: Karten online bestellen
Karten per E-Mail: karten(at)heimathafen-neukoelln.de
- Sa., 21.03.2026, 19:00
Über den Veranstaltungort
Heimathafen Neukölln
Der Heimathafen Neukölln ist eines der markantesten Kulturhäuser im Berliner Süden und verbindet auf besondere Weise Geschichte, Theater und Kiezleben. Das Gebäude wurde 1913 als repräsentatives Saal- und Ballhaus eröffnet und trägt bis heute den Charme dieser Epoche in seiner Architektur. Nach wechselvollen Jahrzehnten, in denen es unter anderem als Kino und Veranstaltungsort diente, wurde der Heimathafen ab 2009 behutsam wiederbelebt und als Theater- und Kulturzentrum neu positioniert. Heute steht er für ein Programm, das sowohl zeitgenössisches Theater als auch Musik, Lesungen und Diskussionsformate umfasst. Besonders prägend ist die enge Verbindung zum Stadtteil Neukölln: Der Heimathafen versteht sich nicht nur als Bühne, sondern als offener Ort der Begegnung, an dem gesellschaftliche Themen, Migration, urbane Identität und politische Fragen verhandelt werden. Durch diese Mischung aus historischer Kulisse und aktueller inhaltlicher Ausrichtung ist der Heimathafen Neukölln zu einem wichtigen kulturellen Ankerpunkt im Bezirk geworden.
Über das Stück
MUSK ON MARS
Egal, wie sehr der Muskonaut seine entgrenzten und autoritären Freiheitsvorstellungen als ‚liberal‘ verkauft: Die ‚Aufnahmegesellschaft Mars‘ – das Publikum – prüft jeden Ankömmling aufs Genaueste. Mit Hilfe von earth tweets wird Musk zu seinem bisherigen Werdegang verhört, Anschuldigungen aus Grünheide und dem Internet kommen auf den Tisch und müssen vor dem außerirdischen Freiheitsbegriff geprüft werden. Unter Einsatz von Popmusik, KI-Fantasien und verdrehten Versprechen versucht der Eindringling, seine Machtansprüche auf das vermeintlich frei verfügbare Terrain Mars zu verteidigen. Am Ende fällt das Publikum das Urteil: Bekommt Elon Musk ein Bleiberecht auf dem Mars? Und falls ja – unter welchen Auflagen?
Über die Mitwirkenden
Alisa Tretau & Team
Als Team verbindet uns machtkritisches, transdisziplinäres Arbeiten auf der Suche nach kollaborativen Arten des Zusammenlebens. Wir haben bereits in unterschiedlichen Konstellationen zu Zukunfts- und Gerechtigkeitsfragen zusammengearbeitet, 'MUSK ON MARS' ist unser erstes gemeinsames Theaterstück. Alisa Tretau schreibt den Text und führt Regie, Sara-Hiruth Zewde spielt den Muskonauten und weitere Figuren. Sarah Afua Asante Ntiamoah verwandelt die Bühne zum Mars und sorgt für außerirdische Kostüme, Augusto Gerardi Rousset schickt uns per Video ins All, Richard Nolting designet extraterrestrische Klanglandschaften. Praktikantin Anouk Lünterbusch ist die Ground Control.