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  • Sprechtheater+ Publikumsgespräch
  • interkulturell
  • multimedial
  • Liebesgeschichte
  • Sa., 27.06.2026, 20:00
–> TD Berlin
Mitte

Publikumsgespräch zu 'NASTIA'

NASTIA erzählt die deutsch-ukrainische Beziehung auf persönlicher Ebene neu: als zarte Liebesgeschichte zwischen Hoffung und Enttäuschung, Sehnsucht und Erwartung. Wie viel von uns selbst sind wir bereit zu geben, um jemand anderen zu retten? Mit Publikumgespräch im Anschluss.

Regisseur Andreas Merz und die ukrainische Autorin Kateryna Penkova, die gemeinsam bereits im Sommer 2024 das Projekt 'Donezk.UA' am TD realisiert haben, entwickeln die Geschichte gemeinsam aus eigenen Erinnerungen, Erfahrungen und einer über zwanzig Jahre gewachsenen Verstrickung beider Länder. Im Publikumsgespräch mit dem Team werden neben Fragen zum Stück unterschiedlichen Perspektiven auf den Krieg in der Ukraine und das deutsch-ukrainische Verhältnis beleuchtet. Ziel ist es dabei, einen interkulturellen Dialog anzuregen.

Tickets: 25€ / 20€ / 15€ / 10€ 

Sprache: Das Stück ist zweisprachig (deutsch, ukrainisch) und wird mit deutscher, ukrainischer und englischer Übertitelung gezeigt.

Hinweise zur Barrierefreiheit: Vom 15. - 26. Juni ist der Aufzug zum TD im 2. OG wegen Wartungsarbeiten leider nicht benutzbar. 

Karten-Telefon: 030/ 28 09 30 62
Karten-Online: Karten online bestellen
Karten per E-Mail: info(at)td.berlin
wann:
  • Sa., 27.06.2026, 20:00
wo: TD Berlin , Klosterstraße 44, Mitte, 10179 Berlin (Auf Stadtplan zeigen.)

Über den Veranstaltungsort

TD Berlin

Der TD Berlin ist ein Theater am Molkenmarkt im Herzen von Berlin. Es zeigt ein wöchentlich wechselndes Programm an Inszenierungen und Performances mit aktuell-gesellschaftlichem Bezug. Als Produktionsort arbeitet der TD Berlin mit unabhängigen Künstler*innen und Kompagnien aus lokalen und internationalen Netzwerken zusammen und begleitet neue Projekte im zeitgenössischen Sprechtheater und Stadtraum. Das Haus versteht sich als Ort der Reflexion und des Austauschs, der neue Perspektiven eröffnet und die Stadtgesellschaft zum Dialog über Fragen des Zusammenlebens einlädt.

Über das Stück

NASTIA

Im Sommer 2004 reist ein deutscher Student in den Donbas und begegnet Nastia, einer jungen Mutter, die vor ihrem gewalttätigen Mann geflohen ist. Zwischen ihnen entsteht eine fragile Hoffnung auf ein anderes Leben, auf eine Zukunft, die damals möglich scheint – und schließlich doch an Sprachbarrieren, gesellschaftlichen Zwängen und gegensätzlichen Erwartungen zerbricht. Die Inszenierung begleitet die beiden Figuren durch zwei Jahrzehnte, bis sich Nastias Spur im Nebel des Krieges verliert. Ausgehend von einer autobiographisch-inspirierten Begegnung entsteht eine Parabel über Verantwortung, Ohnmacht und das Verhältnis zwischen Deutschland und der Ukraine. NASTIA setzt dem hierzulande nachlassenden Interesse am Krieg in der Ukraine eine persönliche, menschliche Stimme entgegen und eröffnet so einen Resonanzraum für Empathie, Erinnerung und das Imaginieren einer möglichen gemeinsamen Zukunft. 

Über die Mitwirkenden

Andreas Merz und Team

Andreas Merz studierte Dramaturgie in München und Regie am Mozarteum Salzburg. Es folgten Engagements am Bayerischen Staatsschauspiel und der Volksbühne Berlin. Seit 2011 arbeitet er als freier Regisseur im In- und Ausland. 2022 entschied er sich, seine Karriere in Russland aus Protest gegen den Angriffskrieg auf die Ukraine nicht fortzusetzen. Seither engagiert er sich dafür, die Stimmen ukrainischer Künstler*innen im deutschsprachigen Raum hörbar zu machen. Kateryna Penkova absolvierte die Kyiv State Academy of Pop and Circus Arts im Fach klassisches Schauspiel. Sie ist Mitglied des Theatre of Playwrights Kyiv und war Finalistin mehrerer renommierter Dramenwettbewerbe, darunter Drama.UA und das Lyubimovka Festival. 2012 gewann sie den ersten Preis beim internationalen Literaturwettbewerb Coronation of the Word; 2020 gehörte ihr Text Pork zu den Gewinnertexten des Stückewettbewerbs des Ukrainischen Instituts im Programm Transmission.UA.