Tanzperformance + Tuning in (Einführung); Choreographischer Dialog zwischen Körper und Landschaft Gewalt des Anthropozäns Queere Perspektiven auf Trauer und Wut

Sa. 08.10. 19:00->Ehemaliger Luftschutzbunker Charlottenburg, Charlottenburg

Tuning in & wandering through: Sound, Landschaft und Körper in 'physical prospects'

Eine Landschaft aus Körper, Moos, Beton. Die Landschaft ruht. Ein Brodeln sucht sich seine Bahnen. Risse verdichten
sich, verformen die Landschaft, erwecken sie zum Leben – zerstören sie. physical prospects verweilt an diesem Ort des Zerfalls: in den sich öffnenden Zwischenräumen spürt es der Gewalt des Anthropozäns nach. Das einstimmende Format vor der Performance 'physical prospects' lädt euch auf eine multisensorische Entdeckungsreise ein.

1 Ein choreographischer Dialog zwischen Körper und Landschaft.2 Vera Shchelkina, somatische Tanzkünstlerin
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Wie klingen eigentlich poröse Knochen? Und was verraten uns die kuriosen Materialien wie das isländische Moos über Zustände kurz vor dem Zerreißen? Das einstimmende Format vor der Performance 'physical prospects' lädt das Publikum und dessen sinnliche Wahrnehmung ein auf eine multisensorische Entdeckungsreise. Durch eine Mini-Audio-Meditation könnt ihr in die Welt der porösen Knochen eintauchen – ganz privat via Kopfhörer: Eine ruhende Landschaft aus Körpern, Moos und Beton, die sich langsam in Bewegung setzt. Ein Knacken, als würde plötzlich die Oberfläche einer stillen Landschaft aufbrechen. Risse verdichten sich und spüren in den sich öffnenden Zwischenräumen der Gewalt des Anthropozäns nach. Queere Perspektiven auf Trauer und Wut setzen in 'physical prospects' die eigene Zerbrechlichkeit als widerständigen Ankerpunkt. Wie kann so eine Widerständigkeit aussehen, wie fühlt sie sich an, wie materialisiert sie sich?

Tickets

15€ | 10€ Ermäßigt (zzgl. VVK-Gebühr)

Ablauf:

19:00 einführendes Format ‚Tuning In‘ – Sound-Meditation

20:00 Performance


Karten-Online: Karten online bestellen

wann: Sa. 08.10. 19:00

wo: Ehemaliger Luftschutzbunker Charlottenburg
Kaiserdamm 102 , Charlottenburg, 14057 Berlin

Über den Veranstaltungsort

Tatwerk goes Culterim (Ehemaliger Luftschutzbunker Charlottenburg)

Das TATWERK versteht sich als ein Labor zur Erforschung ästhetischer Potenziale und bildet eine diverse Gemeinschaft als Inkubator neuer Ideen, Perspektiven und Praktiken. Der Fokus liegt auf politischen und poetischen Projekten, visionären Konzepten, die gesellschaftliche Dynamiken spiegeln und hinterfragen und anhand ihrer Fragestellungen neue Arbeitsweisen und Formate in die Szene einbringen.
Im TATWERK treten Künstler:innen in unterschiedlichen Formaten auf: es finden dort Premieren und Gastspiele, aber auch analoge und digitale Werkschauen und Work-in-Progress statt. So begrüßen wir bei unseren Events ein diverses Publikum, das auf Entdeckungsreise in die Tiefen der zeitgenössischen darstellenden Künste gehen will.
Ab 2022 öffnet sich das TATWERK dem öffentlichen Raum und aussergewöhnlichen Spielorte und erkundet, zusammen mit den Künstler:innen, die Wirkungsmöglichkeiten der eigenen Arbeit über die eigene Räumlichkeiten hinaus.

Über das Stück

physical prospects

Eine Landschaft aus Körper, Moos, Beton. Die Landschaft
ruht. Ein Brodeln sucht sich seine Bahnen. Risse verdichten
sich, verformen die Landschaft, erwecken sie zum Leben – zerstören sie. physical prospects verweilt an diesem Ort des Zerfalls: in den sich öffnenden Zwischenräumen spürt es der Gewalt des Anthropozäns nach. Der choreographische Dialog zwischen Körper und Landschaft sucht nach Möglichkeiten die Verletzlichkeit und die Wut zusammen auszuhalten und damit einen Gegenentwurf zu manifestieren. Queere Perspektiven
auf Trauer und Wut setzten in physical prospects die eigene Zerbrechlichkeit als widerständigen Ankerpunkt. Wie kann so eine Widerständigkeit aussehen, wie fühlt sie sich an, wie materialisiert sie sich? 

Über die Künstlerin

Nora Tormann

Nora Tormann arbeitet mit Performance, Choreographie und Text. Noras neuste Arbeit »TURN – Kartographie einer Bewegung« feierte als choreographischer Audiowalk im April 2022 Premiere. Zuvor entstanden »physical prospects« (ACUD Theater Berlin, 2021 – und 2022 im Programm der Szene des Performing Arts Festivals ) und das Solo »what remains washes away« (Celestial Bodies Performing Arts Festival Reykjavík, 2019). Als Tanz-Dramaturg:in arbeitete Nora seit 2019 u.a. mit dem Tanz-Kollektiv »Grupo Oito«, der Performance-Kompanie für junges Publikum »in back« und Solo-Küstler:innen zusammen. Nora ist Co-Gründer:in von CELESTIAL BODIES, einer europaweiten Plattform für Künstler:innen. Nora hat einen Master in Darstellender Kunst (2019 in Reykjavík) und einen Bachelor mit Schwerpunkt auf politische Theorie, Gender Studies und Soziologie (2016 in Maastricht und Guadalajara) abgeschlossen. 

www.noratormann.com

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