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- Performance + Artisttalk
- Poetik
- Alltag
- Gemeinschaft
- Fr., 20.02.2026, 19:00
Artist Talk zu 'Le Paradoxe de John'
Philippe Quesne, einer der bedeutendsten französischen Theatermacher*innen, bringt in seiner neuen Arbeit eine kleine, leicht exzentrische Gemeinschaft zusammen, die mit Humor und Melancholie die Rolle der Kunst im Alltag unter die Lupe nimmt. Ein feines Spiel über Einsamkeit, Gemeinschaft und die Magie des Alltäglichen mit anschließendem Gespräch zwischen dem Regisseur Philippe Quesne und der Künstlerin Leila Hekmat.
- 1Foto ©Martin Argyroglo.
Auf der Bühne entsteht ein poetisches Universum aus animierten Objekten, einem Pianola und Schaumstoffskulpturen. Dabei treffen musikalische und visuelle Erfindungen auf die poetisch eigenwilligen Texte von Laura Vazquez. Im Anschluss an die Vorstellung wird am 20.02. ein Gespräch in englischer Sprache zwischen dem Regisseur Philippe Quesne und der Künstlerin Leila Hekmat stattfinden.
Tickets: 22–35 €, ermäßigt 15–22 €
Dauer: 80 Min.
Hier geht´s zu einem Interview mit Philippe Quesne auf Radio France zum Anhören (in Französischer Lautsprache).
Karten-Online: Karten online bestellen
- Fr., 20.02.2026, 19:00
Über den Veranstaltungsort
HAU Hebbel am Ufer
Das HAU Hebbel am Ufer mit seinen drei Häusern HAU1, HAU2 und HAU3 und der digitalen Bühne HAU4 steht für aktuelle künstlerische Positionen an der Schnittstelle von Theater, Tanz und Performance. Darüber hinaus sind Musik, Bildende Kunst und Theorie feste Bestandteile des vielseitigen Programms.
Über das Stück
Le Paradoxe de John
'Le Paradoxe de John' knüpft an eines der ersten Stücke von Philippe Quesne an, das in unverkennbarer Weise das Publikum bezauberte: 2007 porträtierte der Regisseur in “L’Effet de Serge” einen einsamen Menschen, der sonntags kleine Shows für seine Freund*innen organisiert und sie dabei in seine einzigartige und fragile Fantasiewelt einlädt. In Quesnes neuer Arbeit rückt nun eine kleine Gruppe von Freund*innen in den Mittelpunkt, die gemeinsam eine Kunstgalerie einrichtet. Auf der Bühne entsteht ein ebenso humorvolles wie poetisches Universum aus animierten Objekten, einem Pianola und Schaumstoffskulpturen. Das Stück untersucht erneut den Platz der Kunst im Alltag, während musikalische und visuelle Erfindungen auf die poetisch eigenwilligen Texte von Laura Vazquez treffen. Zwischen wirkungsvollen Effekten und absurden Situationen entsteht ein Theater der Nähe, das Menschen und Gegenstände in einer gemeinsamen, atmosphärischen Komposition versammelt und die Notwendigkeit des künstlerischen Akts betont, so klein er auch sein mag.
Über die Mitwirkenden
Philippe Quesne
Philippe Quesne studierte bildende Kunst, visuelles Design und Bühnenbild in Paris. Zunächst arbeitete er als Bühnenbildner für verschiedene Theater und Opernhäuser und realisierte daneben zahlreiche weitere Projekte und Räume für Performances, Konzerte und Ausstellungen. 2003 gründete er das Vivarium Studio. In Produktionen wie “La démangeaison des ailes” (2003), “L’Effet de Serge” (2007), “La mélancolie des dragons” (2008) und “Swamp club” (2013) verbindet er Szenografie, bildende Kunst und Performance und tourt damit international. Seit 2014 leitet Quesne das Theater Nanterre-Amandiers. Seine Räume funktionieren wie eigene Ökosysteme, in denen er mit den Darsteller*innen die Dynamiken von Gemeinschaften erkundet.