Tanz-Performance von Judith Förster + Audiodeskription

Fr. 04.11. 18:45->Sophiensæle, Mitte

Audiodeskription zu 'Horizon Problems' mit vorangehender Tastführung

In dem Science-Fiction-Roman Die Enteigneten beschreibt Ursula Le Guin 1974 eine ambivalente Utopie, durchzogen von politischen Ideen wie Anarchismus, Sozialismus und Kapitalismus. 'HORIZON PROBLEMS' widmet sich diesem vielschichtigen Szenario und macht es aus queer-feministischer Perspektive mit den Mitteln des zeitgenössischen Tanzes erfahrbar. Die Körper auf der Bühne fordern, nähren, spielen und beuten aus – ein Mikrokosmos aus Soli und unvollständigem Einklang.

1 Foto ©Dan Caetano
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Regelmäßig bieten die Sophiensæle zu ausgewählten Vorstellungen Audiodeskriptionen an, um diese für blinde und sehbehinderte Menschen zugänglich zu machen. In der Audiodeskription über Kopfhörer werden die Vorgänge auf der Bühne beschrieben. Darüber wird blinden Personen und Menschen mit Sehbehinderung der Zugang zu den visuellen Elementen eines Stückes ermöglicht: Geschildert werden u.a. Bewegung, Gesten, Mimik, Bühnenbild, Kostüme und Requisiten.

Tickets: 15 €, erm. 10 €

Vorstellung mit deutscher Audiodeskription.

Die vorangehende Bühnenführung findet von 18.45-19.15 Uhr statt.

Ein Abholservice von den nahegelegenen S- und U-Bahn-Haltestellen kann via 030 27 89 00 30 oder barrierefreiheit(at)sophiensaele.com vereinbart werden.

wann: Fr. 04.11. 18:45

wo: Sophiensæle
Sophienstraße 18, Mitte, 10178 Berlin (Auf Stadtplan zeigen.)

Über den Veranstaltungsort

Sophiensaele

Die Sophiensæle sind eine Produktions- und Spielstätte für die freien darstellenden Künste. Hier produzieren und präsentieren Künstler:innen und Gruppen aus Berlin sowie aus der nationalen und internationalen Szene innovative und experimentelle künstlerische Konzepte, Ästhetiken, Stile und Formate. Auf dem Spielplan stehen Tanz, Performance, Theater, Musiktheater und diskursive Formate. Als ein Ort, der sich als offen und aufgeschlossen versteht, suchen die Sophiensæle intensiven Kontakt mit Künstler:innen, Publikum und den Austausch über gesellschaftlich relevante Themen. Neben dem Fokus auf Nachwuchsförderung arbeiten viele renommierte Kompanien und Künstler:innen in langjährigen Kooperationen am Haus.

www.sophiensaele.com

Über das Stück

Horizon Problems

Mit ihrem Roman Die Enteigneten (The Dispossessed) schuf die Autorin Ursula Le Guin 1974 eine der großen Erzählungen der Science-Fiction-Literatur, die um das Leben auf den zwei fiktiven Planeten Urras und Anarres kreist. In der detaillierten Beschreibung der gesellschaftlichen Praktiken und Beziehungsweisen entwirft Le Guin eine ambivalente Utopie, die politische Ideen wie Anarchismus, Sozialismus und Kapitalismus greifbar macht. Fast 50 Jahre nach Erscheinen des Romans widmet sich HORIZON PROBLEMS diesem vielschichtigen Szenario und macht es aus queer-feministischer Perspektive mit den Mitteln des zeitgenössischen Tanzes erfahrbar: Gemeinsam mit den Tänzerinnen Rachell Bo Clark und Natasha Vergilió entwirft die Choreografin Judith Förster eklektische und gleichzeitig detaillierte Bilder des Zusammenseins. Die Körper auf der Bühne sind sich gegenseitig Werkzeug und Material: Sie fordern und nähren, spielen, benutzen und beuten aus – sie bilden einen Mikrokosmos aus Soli und Momenten unvollständigen Einklangs. Nach showdown und handle with care ist HORIZON PROBLEMS die dritte Arbeit von Judith Förster, in der sie anhand von Science-Fiction-Narrativen nach einem körperlich-emotionalen Zugang zum Zusammenleben in einer komplexen Gesellschaft forscht.

Über die Künstlerin

Judith Förster

Judith Förster arbeitet als Bühnen- und Kostümbildnerin, Tänzerin und Choreografin in Berlin. Seit ihres Kostümbildstudiums in Hamburg (2011-14) stattete sie zahlreiche Opern- und Theaterproduktionen sowie performative, kollaborative Arbeiten aus. Mit ihrem Studium am Hochschulübergreifenden Zentrum für Tanz in Berlin (2015-18) fokussierte sie sich im Bühnen- und Kostümbild wie auch in ihren eigenen künstlerischen Arbeiten auf Tanz und Performance. Die Interaktion von Körper und Material, sowie das dem innewohnende Potential für Intimität und Liminalität, steht im Mittelpunkt ihrer Recherche und findet immer wieder neue Formen in Kollaborationen mit Choreograf:innen, bildenden Künstler:innen und Tänzer:innen: Unter anderem mit OMSK Social Club, Julian Weber, Monica Bonvicini und André Uerba.

www.judithfoerster.de

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