Physische Einführung gemeinsames Praktizieren körperliches Austauschformat Infinite Movements Energiefelder als choreografierte Erfahrung Überwindung des Dualismus zwischen äußeren und inneren Welt(en)

Fr. 06.08. 17:00
Sa. 07.08. 17:00
So. 08.08. 17:00
->Tanzhalle Wiesenburg, Wedding

Open Practice Sessions der Choreografin Isabelle Schad im Rahmen des Sommerfestivals der Tanzhalle Wiesenburg

Während der drei Tage des Sommerfestivals der Tanzhalle Wiesenburg, in denen ausgewählte Werke der Choreografin Isabelle Schad gezeigt werden, finden täglich Open Practice Sessions im Volkspark Humboldthain statt, ein körperliches Austauschformat das von der Choreografin selbst geleitet wird.

1 Foto © Isabelle Schad
1

Open Practice Sessions im Volkspark Humboldthain. "Das Training im Park eröffnet unendliche und wunderbare Verbindungen mit der Aussenwelt. Es verdeutlicht, und viel mehr noch, als wenn wir drinnen praktizieren, wo Wände und Türen die Grenzen des Raumes definieren, dass der Fokus unendlich weit in die Ferne geschickt werden kann." (Isabelle Schad)Durch das gemeinsame Praktizieren, wird den Teilnehmer:innen die Möglichkeit geboten, sich körperlich auf die choreografische Arbeit einzustimmen, die es im weiteren Verlauf des Tages erleben wird.

Die Open Practice Sessions finden draußen im Volkspark Humboldthain statt.

Treffpunkt:Tanzhalle Wiesenburg

Teilnahme kostenlos.

Sprache: Englisch

Registrierung erforderlich unter: info(at)isabelle-schad.net

wann: Fr. 06.08. 17:00
Sa. 07.08. 17:00
So. 08.08. 17:00

wo: Tanzhalle Wiesenburg
Wiesenstrasse 55 , Wedding, 13357 Berlin

Über den Veranstaltungsort

Tanzhalle Wiesenburg / Volkspark Humboldthain

Die Tanzhalle Wiesenburg ist ein Ort des künstlerischen Schaffens und interdisziplinärer Zusammenarbeit mit Schwerpunkt im Bereich der Darstellenden Kunst. Sie ist zugleich ein besonderer kultureller Ort, der sich alternativ zu institutionellen Strukturen selbst organisiert. Hier werden kontinuierliche, durchlässige Arbeitsweisen ermöglicht, praktischer und theoretischer Austausch gefördert, künstlerische sowie soziale Aspekte ins öffentliche Bewusstsein verlängert. Die Tanzalle ist ein wichtiger Bestandteil des historisch bedeutsamen ehemaligen Obdachlosenasyls Die Wiesenburg. Der Wiesen 55 e.V. ist eine Gruppe von Künstler:innen, die in den Bereichen Choreographie, Tanz, Lichtdesign, Bildhauerei, und Multimedia tätig sind. Isabelle Schad hat sich, mit der sie auszeichnenden leisen, aber äußerst kraftvollen Beharrlichkeit vier Jahre lang buchstäblich mit ihren eigenen Händen einen Raum gebaut – gemeinsam mit anderen (natürlich, wie man fast sagen muss). In der Wiesenburg im Berliner Wedding, einem ehemaligen Obdachlosenasyl: als Schad dort begann, eine baufällige Ruine – heute ein lebendiger Kulturort, der fest im Kiez verankert ist. Sie hat sich damit einen Ort geschaffen, an dem sie kontinuierlich arbeiten, forschen und entwickeln kann – und den sie für andere öffnen, mit anderen teilen kann. Was sie tut. Hier finden auch regelmäßig ihre „Open Practice Sessions“ statt, in denen sie andere einlädt, mit ihr gemeinsam zu üben.

https://tanzhallewiesenburg.net

Über den Bewegungs-Workshop

Open Practice Sessions

In diesem von Isabelle Schad entwickelten, gemeinschaftsbildenden Format wird erprobt, welche Zusammenhänge zwischen Energiearbeit, choreographischer Sprache und deren Verortung in der Gesellschaft bestehen. Die Körperpraxis, das Training und die choreographische Arbeit nähren sich aus den Bewegungslehren des Aikido-Zen, Zen-Shiatsu und somatischen Praktiken (BMC, Embryologie), den Schnittmengen aus asiatischen und westlichen Perspektiven. Das Praktizieren zielt darauf ab, neue Zugänge zur Körperlichkeit als Geist-Körper Einheit zu finden und um kontinuierliches Lernen und Vermittlung als zirkulierende Einheit zu begreifen.
Die OPS finden kontinuierlich übers Jahr verteilt statt.

"Diese „Sessions“ sind tatsächlich offen, richten sich nicht nur an professionelle Tänzer:innen: jede:r ist eingeladen zu kommen, die Choreografin freut sich, wenn es sich mischt und arbeitet seit vielen Jahren schon auch mit sogenannten ‚Laien‘. Auch, um ihre Erfahrungen und ihr Wissen weiterzugeben – an alle, die den Weg zu ihr finden. Und tatsächlich, das gemeinsame Tun, das Üben in und mit der Gruppe hat eine transformierende Kraft. Es verändert – subtil, aber nachhaltig – wie man selbst, wie man in und mit der Welt ist, man begegnet sich und den anderen anders. [...] Zweifellos meint sie es mit dem ‘Teilen’, dem ‘Öffnen von Räumen’, dem ‘gemeinsamen Tun’ ernst. Man könnte Schad nun leicht Großzügigkeit attestieren – aber dann übersähe man die stille Radikalität, die eben nicht nur ihre künstlerische Arbeit, sondern ihr Handeln überhaupt seit nunmehr über zwanzig Jahren auszeichnet.[...]" (Annemie Vanackere)

https://openpracticesessions.org 

Über die Choreografin

Isabelle Schad

Isabelle Schad studierte Klassischen Tanz in Stuttgart, arbeitete mit zahlreichen Choreograf:innen, bevor sie 1999 begann, ihre eigenen Arbeiten zu entwickeln. Ihre Recherche konzentriert sich auf die Beziehungen zwischen Körper, Choreografie, (Re)Präsentation, Form und Erfahrung und betrachtet körperliche Praxis als Ort für Lernprozesse, Gemeinschaft und politische Teilhabe. Ihre innovativen Projekte werden in unterschiedlichen Kontexten auf Festivals, in Museen oder theatralen Räumen international gezeigt. Sie unterrichtet weltweit, ist Shiatsu und Aikido Praktizierende und Ko-Organisatorin des Arbeitsortes Tanzhalle Wiesenburg in Berlin. Im Rahmen von Deutscher Tanzpreis 2019 erhielt Schad eine Ehrung für herausragende künstlerische Entwicklungen im zeitgenössischen Tanz.

https://isabelle-schad.net

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
page-ts-all100